Wanderung Gridone (Monte Limidario) & Rifugio Al Legn (Tessin): Top-Highlights & 6 essentielle Tipps
DETAILS*
Wir wanderten am ersten Tag zum Rifugio Al Legn, übernachteten dort und wanderten am nächsten Tag über eine andere Route wieder hinunter.
Aufstieg: teilweise T4 (blau-weiss)
Dauer: 6h 15min inklusive aller Pausen
Schwierigkeit:

Distanz: 11,7 km Punkt-zu-Punkt
Totaler Aufstieg: 1779 m
Totaler Abstieg: 520 m
Höchster Punkt: 2178 m ü. M.
Abstieg: T3 (rot-weiss)
Dauer: 3h 12min inklusive aller Pausen
Schwierigkeit:

Distanz: 11,4 km Punkt-zu-Punkt
Totaler Aufstieg: 40 m
Totaler Abstieg: 1593 m
Höchster Punkt: 1783 m ü. M. (Rifugio Al Legn)
UNSERE ERFAHRUNG:

Startpunkt: Wir fuhren mit dem Zug zum Bahnhof Locarno, dann weiter mit dem Locarno FART Zug nach Intragna (19 Min.). Von Intragna, Stazione nahmen wir einen Bus nach Palagnedra, Stazione (15 Min.).
Endpunkt: Für die Rückreise nahmen wir einen Bus von Brissago, Posta (B316) nach Locarno (30 Min.) und von Locarno fuhren wir mit dem Zug weiter nach Basel.
Reiseverlauf:
Zuerst wanderten wir hinauf zum Dorf Palagnedra. Von der Bushaltestelle zum Dorf führt der Weg entlang der Strasse, was nicht der schönste Abschnitt ist, und der Anfang ist ziemlich steil.
TIPP #1: Wir brauchten weniger als 40 Minuten, um nach Palagnedra zu wandern. Auf dem Weg nach oben gibt es fast keinen Schatten.

Es gab einen Samstagsmarkt – eine tolle Stimmung, Live-Musik und Leute, die herumhingen. Wir gingen daran vorbei (vorbei am Schild „Gridone 4h 10min“) und suchten weiter nach dem blau-weissen T4-Weg hinauf zum Gridone. Irgendwann führt der rote Weg in den Wald, was Schatten spendet und viel angenehmer ist als auf Asphalt zu gehen.


Der T4-Weg beginnt auf ca. 836 m ü. M. und führt hinauf zum Gridone (2187 m). Er folgt einem Bach mit kaltem, erfrischendem Wasser. Hier wird die Wanderung wirklich interessant. Die grösste Herausforderung ist das Fehlen von Markierungen (auf einigen unserer Fotos sehen Sie Schilder, die Route ist tatsächlich besser markiert, wenn man in die entgegengesetzte Richtung wandert). Dies macht es zu einem aufregenden, aber anspruchsvollen Abenteuer.

TIPP #2: Überprüfen Sie aus Sicherheitsgründen ständig die SchweizMobil App. Oft kann man den Weg nicht klar erkennen, daher ist die Orientierung entscheidend.
Der Weg überquert den Bach mehrmals und wird nicht sehr häufig benutzt, so dass es oft keinen sichtbaren Pfad gibt. Man muss manchmal Wasser in weniger geschützten Bereichen überqueren. An einigen Stellen gibt es Ketten und Metallkletterhilfen – benutzen Sie diese. Ohne sie (und ohne unsere eigene Ausrüstung) hätten wir nicht sicher weitergehen können.

Felsen werden rutschig, Moos ist nass und instabil. Bis zur schweizerisch-italienischen Grenze ist dieser Abschnitt meist schattig, was ihn auch an warmen Sommertagen angenehm macht.

TIPP #3: Aufgrund der ständig rutschigen Bedingungen auf diesem Weg, unabhängig vom Wetter, tragen Sie bitte feste Wanderschuhe.
Nach Erreichen der Bocchetta del Fornale wird der Aufstieg sanfter und eleganter, da man direkt an der schweizerisch-italienischen Grenze entlanggeht. Mit nur etwa 200 m Steigung fühlt sich dieser Abschnitt wie der einfachste Teil des T4 an. Aufgrund der minimalen Anzahl an Schildern sind einige Abschnitte beim Navigieren durch kniehohe Felsen und Gras immer noch schwierig.

Die Aussichten sind unglaublich: grüne Hügel und Wiesen auf der italienischen Seite, felsiges alpines Gelände auf der Schweizer Seite und weite Bergpanoramen hinter Ihnen.

Am Gridone bemerkten wir viele Alpendohlen, so dass wir nur eine kurze Pause machten, da wir wussten, dass uns im Rifugio Al Legn ein köstliches Abendessen erwartete.

Vom Gridone sind es noch etwa 400 m Abstieg zur Hütte. Dieser Teil führt zurück auf einen T3 rot-weissen Weg und bietet wunderschöne Ausblicke auf den Lago Maggiore und die umliegenden Alpen.
Das Rifugio Al Legn ist ein wirklich einzigartiger Ort. Während unseres Aufenthalts wurde es von unserer Freundin aus Basel und ihrer Freundin betreut (Vielen Dank M.!). Man kann sogar einen Freiwilligenplatz für eine Woche buchen – Gäste bewirten, kochen und Abende miteinander verbringen. Wir hatten sogar ein Gitarrenkonzert, und Piotr bereitete Brotteig für das Backen am nächsten Tag vor, es war ein erstaunlicher Hüttenabend.



TIPP #4: Erwägen Sie, eines Tages ehrenamtlich im Rifugio mitzuhelfen. Es ist eine schöne und unvergessliche Erfahrung.
Die Hütte ist recht neu, mit etwa 12 Schlafplätzen, einer fantastischen Terrasse und einer unglaublichen Atmosphäre. Die meisten Wanderer kommen von Brissago und gehen am nächsten Tag weiter zum Gridone – wir waren die einzigen, die aus der entgegengesetzten Richtung kamen.

Es gibt mehrere Abstiegsmöglichkeiten vom Rifugio Al Legn. Am nächsten Tag regnete es, daher wählten wir aus Sicherheitsgründen die am wenigsten steile Option.

Die erste Hälfte führt durch offenes grünes Gelände, später in den Wald.


Die zweite Hälfte führt durch Dörfer und kleine Städte, teilweise entlang von Strassen. Es ist eine kontinuierliche Abstiegswanderung. Wir beendeten unsere Wanderung in Brissago, wo wir den Bus nach Locarno nahmen. Der gesamte Abstieg bietet Ausblicke auf den Lago Maggiore.
Unsere Getränke:
Wir haben unseren Basler Drip Coffee im Rifugio Al Legn zubereitet – es gibt nichts Besseres, als Kaffee auf der Terrasse mit einem spektakulären Blick auf den Lago Maggiore zu geniessen!

TIPP #5: Abgesehen vom Bach auf dem T4-Weg gibt es entlang der Route keine zuverlässigen Wasserauffüllstellen. Planen Sie Ihr Wasser sorgfältig.
Wir trugen insgesamt 3,2 Liter (4 × 0,8 L Flaschen) und füllten einmal oder sogar zweimal 0,8 Liter nach, so dass wir insgesamt etwa 2 Liter pro Person hatten.
Was wir eingepackt haben:
Auf dem Weg nach oben war das Wetter wie an einem normalen Sommertag – Shorts und T-Shirts reichten aus. Schattige Bereiche und der Grat entlang der Grenze können jedoch windig und kühl sein, daher hatten wir immer eine Langarm-Schicht in unseren Rucksäcken bereit. Wir tragen immer eine Regenjacke, eine zusätzliche Langarm-Schicht, lange Hosen und eine leichte Daunen-/Gänsedaunenweste. Diese waren äusserst nützlich während des Aufenthalts in der Hütte, um die Aussicht von der Terrasse zu geniessen.
Für die Übernachtung sind Flip-Flops nicht notwendig. Crocs werden normalerweise in Schweizer Berghütten zur Verfügung gestellt. Wir hatten Leinen-Schlafsäcke und schnelltrocknende Handtücher dabei.
Spezifische Saisonbedingungen:
Wir haben diese Wanderung Ende August gemacht – kein Schnee und keine technischen Winterschwierigkeiten.
TIPP #6: Bei Regen empfehle ich diese Wanderung nicht, es sei denn, Sie sind gut vorbereitet. Die Hälfte des blauen Weges ist felsig, und Bachüberquerungen werden extrem rutschig und potenziell gefährlich.
Highlights:
Die Wanderung zum Gridone entlang der schweizerisch-italienischen Grenze ist sehr befriedigend und landschaftlich reizvoll.
Rifugio Al Legn ist ein unglaublicher Ort zum Entspannen, mit atemberaubender Aussicht auf den Lago Maggiore bei Tag und Nacht.
Der blau-weisse T4-Weg ist abenteuerlich und leicht technisch, mit sehr wenigen Markierungen – aufregend, aber nur für erfahrene Wanderer empfohlen.
Fassen wir unsere TIPPS zusammen:
TIPP #1: Wir brauchten weniger als 40 Minuten, um nach Palagnedra zu wandern. Auf dem Weg nach oben gibt es fast keinen Schatten.
TIPP #2: Überprüfen Sie aus Sicherheitsgründen ständig die SchweizMobil App. Oft kann man den Weg nicht klar erkennen, daher ist die Orientierung entscheidend.
TIPP #3: Aufgrund der ständig rutschigen Bedingungen auf diesem Weg, unabhängig vom Wetter, tragen Sie bitte feste Wanderschuhe.
TIPP #4: Erwägen Sie, eines Tages ehrenamtlich im Rifugio mitzuhelfen. Es ist eine schöne und unvergessliche Erfahrung.
TIPP #5: Abgesehen vom Bach auf dem T4-Weg gibt es entlang der Route keine zuverlässigen Wasserauffüllstellen. Planen Sie Ihr Wasser sorgfältig.
TIPP #6: Bei Regen empfehle ich diese Wanderung nicht, es sei denn, Sie sind gut vorbereitet. Die Hälfte des blauen Weges ist felsig, und Bachüberquerungen werden extrem rutschig und potenziell gefährlich.
*unterstützt von Garmin und SchweizMobil
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